Wenn die digitale Welt zur Abhängigkeit wird –
und wie wir wieder die Kontrolle übernehmen.
Mediensucht – auch Medienabhängigkeit genannt – bezeichnet die krankhafte, unkontrollierte Nutzung digitaler Medien wie Social Media, Gaming, Streaming oder Smartphones, obwohl negative Folgen im Alltag längst spürbar sind.
Stundenlanges Spielen ohne Pause, Vernachlässigung von Schule, Arbeit und sozialen Kontakten.
Ständiger Zwang, Likes, Nachrichten und Feeds zu checken – oft verbunden mit Angst, etwas zu verpassen (FOMO).
Kontrollverlust beim Konsum von Serien, Videos oder Kurzclips – immer wieder „nur noch eine Folge".
Mediensucht entsteht nicht über Nacht. Sie ist das Zusammenspiel aus psychologischen, biologischen und sozialen Faktoren, die sich gegenseitig verstärken.
Jugendliche und junge Erwachsene, Menschen mit psychischen Vorerkrankungen, Personen in sozialer Isolation oder mit wenig strukturiertem Alltag.
Die Auswirkungen sind vielfältig und betreffen nahezu alle Lebensbereiche. Manche zeigen sich sofort, andere erst nach Monaten oder Jahren.
Ständige Unterbrechungen durch Benachrichtigungen zerstören den Fokus.
Blaues Licht und nächtliche Nutzung stören den Schlaf-Wach-Rhythmus (Melatonin).
Durch lange Bildschirmzeiten – bekannt als „Digital Eye Strain".
Bei Entzug oder Unterbrechung der Mediennutzung treten Entzugserscheinungen auf.
Echte Freundschaften und Beziehungen werden vernachlässigt, Einsamkeit nimmt zu.
Notenabfall, Fehlzeiten, Kündigungen – bis hin zum Schulabbruch oder Jobverlust.
Depressionen, Angststörungen, ADHS-ähnliche Symptome und Suchtverlagerung.
Haltungsschäden, Übergewicht durch Bewegungsmangel, Karpaltunnelsyndrom.
Du bist nicht allein. In Rheinland-Pfalz gibt es zahlreiche kostenlose und vertrauliche Angebote – für Betroffene, Angehörige und Fachkräfte.
Die PI RAMSENS RLP ist ein spezialisiertes Beratungs- und Behandlungsangebot
für Menschen mit exzessiver oder abhängiger Internet- und Mediennutzung.
Das Angebot ist kostenlos, vertraulich und richtet sich an Jugendliche,
Erwachsene und Angehörige.
Vor Ort in deiner Stadt – z. B. Caritas, Diakonie oder kommunale Angebote
Hausarzt oder Fachärzte für Psychiatrie & Psychotherapie ansprechen
Austausch mit Betroffenen – online & offline in ganz RLP
Die Inhalte dieser Präsentation basieren auf folgenden Quellen:
Überblicksartikel zu Definition, Symptomen, Ursachen und Folgen der Medienabhängigkeit.
Psychosoziale Internetambulanz Rheinland-Pfalz – Beratungs- und Behandlungsangebot bei exzessiver Internet- und Mediennutzung.
Fachinformationen, Broschüren und Präventionsmaterialien zum Thema Medien- und Internetsucht.
Die Weltgesundheitsorganisation hat 2019 die „Gaming Disorder" als offizielle Diagnose in den ICD-11 aufgenommen.
Informationen zu Medienkompetenz, Suchtprävention und Hilfsangeboten der Bundesregierung.
Forschungsergebnisse von Universitäten (u.a. Mainz, Köln) zu Dopamin-Wirkung, Entzugssymptomen und Langzeitfolgen von Medienkonsum.
Zusammenfassung einschlägiger Peer-Review-Studien