◈ Präsentation

Mediensucht

Wenn die digitale Welt zur Abhängigkeit wird –
und wie wir wieder die Kontrolle übernehmen.

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Was ist Mediensucht?

Mediensucht – auch Medienabhängigkeit genannt – bezeichnet die krankhafte, unkontrollierte Nutzung digitaler Medien wie Social Media, Gaming, Streaming oder Smartphones, obwohl negative Folgen im Alltag längst spürbar sind.

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Exzessives Gaming

Stundenlanges Spielen ohne Pause, Vernachlässigung von Schule, Arbeit und sozialen Kontakten.

📱

Social Media Abhängigkeit

Ständiger Zwang, Likes, Nachrichten und Feeds zu checken – oft verbunden mit Angst, etwas zu verpassen (FOMO).

📺

Streaming & Binge-Watching

Kontrollverlust beim Konsum von Serien, Videos oder Kurzclips – immer wieder „nur noch eine Folge".

Wie entsteht Mediensucht?

Mediensucht entsteht nicht über Nacht. Sie ist das Zusammenspiel aus psychologischen, biologischen und sozialen Faktoren, die sich gegenseitig verstärken.

🧠

Psychologische Faktoren

  • Flucht vor Stress, Langeweile oder negativen Gefühlen
  • Belohnungssystem: Dopamin-Ausschüttung bei Likes & Erfolgen
  • Geringes Selbstwertgefühl – Kompensation in der digitalen Welt
  • Perfektionismus und Leistungsdruck
📡

Mediale & soziale Faktoren

  • Algorithmen, die auf maximale Verweildauer optimiert sind
  • Unlimited Scroll & Autoplay – endlose Inhalte ohne natürliche Pause
  • Gruppenzwang: „Alle sind online, alle spielen"
  • Fehlende Alternativen & mangelnde Medienkompetenz
⚠️

Besonders gefährdet

Jugendliche und junge Erwachsene, Menschen mit psychischen Vorerkrankungen, Personen in sozialer Isolation oder mit wenig strukturiertem Alltag.

Folgen von Mediensucht

Die Auswirkungen sind vielfältig und betreffen nahezu alle Lebensbereiche. Manche zeigen sich sofort, andere erst nach Monaten oder Jahren.

Kurzzeitfolgen
01

Konzentrationsschwäche

Ständige Unterbrechungen durch Benachrichtigungen zerstören den Fokus.

02

Schlafstörungen

Blaues Licht und nächtliche Nutzung stören den Schlaf-Wach-Rhythmus (Melatonin).

03

Kopfschmerzen & Augenbelastung

Durch lange Bildschirmzeiten – bekannt als „Digital Eye Strain".

04

Gereiztheit & Stimmungsschwankungen

Bei Entzug oder Unterbrechung der Mediennutzung treten Entzugserscheinungen auf.

Langzeitfolgen
01

Soziale Isolation

Echte Freundschaften und Beziehungen werden vernachlässigt, Einsamkeit nimmt zu.

02

Schulische & berufliche Probleme

Notenabfall, Fehlzeiten, Kündigungen – bis hin zum Schulabbruch oder Jobverlust.

03

Psychische Erkrankungen

Depressionen, Angststörungen, ADHS-ähnliche Symptome und Suchtverlagerung.

04

Körperliche Schäden

Haltungsschäden, Übergewicht durch Bewegungsmangel, Karpaltunnelsyndrom.

Wo bekomme ich Hilfe?

Du bist nicht allein. In Rheinland-Pfalz gibt es zahlreiche kostenlose und vertrauliche Angebote – für Betroffene, Angehörige und Fachkräfte.

🛡️

PI RAMSENS RLP

Psychosoziale Internetambulanz Rheinland-Pfalz

Die PI RAMSENS RLP ist ein spezialisiertes Beratungs- und Behandlungsangebot für Menschen mit exzessiver oder abhängiger Internet- und Mediennutzung.

Das Angebot ist kostenlos, vertraulich und richtet sich an Jugendliche, Erwachsene und Angehörige.

🌐 Zur Webseite
📞 Telefon
0800 888 99 22
Kostenlos & anonym
📧 E-Mail
info@piramsens-rlp.de
Antwort innerhalb 48h
💬 Online-Beratung
Chat & Video
Auf der Webseite
📍 Standorte
In ganz RLP
Mainz, Trier, Koblenz, Kaiserslautern uvm.
🏥

Suchtberatungsstellen

Vor Ort in deiner Stadt – z. B. Caritas, Diakonie oder kommunale Angebote

🧑‍⚕️

Ärztliche Hilfe

Hausarzt oder Fachärzte für Psychiatrie & Psychotherapie ansprechen

🌙

Selbsthilfegruppen

Austausch mit Betroffenen – online & offline in ganz RLP

Quellen

Die Inhalte dieser Präsentation basieren auf folgenden Quellen:

📖

Wikipedia – Medienabhängigkeit

Überblicksartikel zu Definition, Symptomen, Ursachen und Folgen der Medienabhängigkeit.

de.wikipedia.org/wiki/Medienabhängigkeit

🌐

PI RAMSENS RLP

Psychosoziale Internetambulanz Rheinland-Pfalz – Beratungs- und Behandlungsangebot bei exzessiver Internet- und Mediennutzung.

piramsens-rlp.de

🏛️

DHS – Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen

Fachinformationen, Broschüren und Präventionsmaterialien zum Thema Medien- und Internetsucht.

dhs.de/suchtmittel/internet-nutzung

🌍

WHO – Gaming Disorder (ICD-11)

Die Weltgesundheitsorganisation hat 2019 die „Gaming Disorder" als offizielle Diagnose in den ICD-11 aufgenommen.

who.int – Gaming Disorder

⚕️

Bundesministerium für Gesundheit

Informationen zu Medienkompetenz, Suchtprävention und Hilfsangeboten der Bundesregierung.

bundesgesundheitsministerium.de

🧪

Studienlage & Fachliteratur

Forschungsergebnisse von Universitäten (u.a. Mainz, Köln) zu Dopamin-Wirkung, Entzugssymptomen und Langzeitfolgen von Medienkonsum.

Zusammenfassung einschlägiger Peer-Review-Studien